O Fortuna!

Der Hertha-Manager Michael Preetz schreckt aber auch vor keiner Peinlichkeit zurück: Erst beißt er Babbel weg, dann holt er die Schlaftablette Skibbe und feuert ihn bereits nach fünf Spieltagen, anschließend verkauft er es als großen Erfolg, dass er den immer älter und immer eitler werdenden Otto Rehhagel als Retter engagiert hat. Und nun legt er auch noch Protest gegen die Wertung des Relegationsspiels vom Dienstag ein, weil die Düsseldorfer Fans zwei Minuten zu früh aufs Spielfeld gelaufen sind. Der Mann ist offenbar völlig schmerzfrei. So wie Röttgen, Wulf oder zu Guttenberg.
Ich habe das Spiel erst ab dem Zeitpunkt gesehen, als es für 20 Minuten unterbrochen war, weil bengalische Feuer die Werbebanden abfackelten. Nach dem Ausgleich dachte natürlich jeder an Manchester City, doch muss man den Düsseldorfer Fans gleich unisono vorwerfen, sie hätten „Schande” über die Fortuna oder den deutschen Fußball gebracht? Mein Gott, die haben sich doch nur gefreut, dass sie nach 15 Jahren mal wieder ein Jahr lang oben mitspielen dürfen! Das war natürlich unfair der Hertha gegenüber, allerdings hätte die es auch nicht verdient gehabt, das Spiel noch zu drehen. Und dass so ein Fußball-Nerd den Elfmeterpunkt geklaut hat, zeigt doch, wes Geistes Kind die Düsseldorfer Fans waren.
Mit beiden Vereinen habe ich noch nie groß was anfangen können, trotz Fortuna-Mark der Toten Hosen. Gleichwohl bin ich aber der Meinung, dass die Hauptstadt in der Bundesliga vertreten sein sollte. Nur eben nicht von Hertha BSC, sondern von Eisern Union.



