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You're never too young to be a dirty old fan

Corona-Kanon (8)

Mit Paul Ott habe ich 1981 die Punk-Fanzine-Anthologie „Wir waren Helden für einen Tag” herausgegeben. Seit ein paar Jahren schreibt er nun schon unter dem Pseudonym Paul Lascaux Kriminalromane, die im Meßkircher Gmeiner Verlag erscheinen. In „Der Tote vom Zibelemärit” wird die Detektei Müller & Himmel mit dem Punk, der Rebellion der 80er-Jahre und der eigenen Vergangenheit konfrontiert, als ein Ex-Punk an Silvester 2017 durch einen Feuerwerkskörper stirbt. Und sein neuester Bern-Krimi „Schwarzes Porzellan” handelt von der Schweizer New-Wave-Band Black China, die ein verhängnisvolles Revival erlebt: Erst wird der Sänger erfroren in den Berner Voralpen aufgefunden, dann stirbt der Bassist bei einem Autounfall, und schließlich wird auch noch die Gitarristin vermisst …

Wer die 80er-Jahre nicht miterlebt hat, wird von Paul Lascaux alias Paul Ott in „Schwarzes Porzellan” aufgeklärt. Als eine Spezialistin der Bundespolizei zu Rate gezogen wird, um etwas über den Schmuggel von Kunst und Antiquitäten zu erfahren und von einer langen Mythenbildung in der Berner Kunstszene spricht, wirft der Detektiv Heinrich Müller ein: „Mythen in Tüten.” Woraufhin die etwas irritiert ist. Müller: „Ach, nicht der Rede wert. Eine Neue-Deutsche-Welle-Band der frühen 80er aus Hannover. Unser Fall hat mit der Musikszene jener Zeit zu tun.”

In „Der Tote vom Zibelemärit” komme ich sogar selbst vor, als eine der drei Grazien berichtet, dass Heinrich Müller im Wikipedia-Eintrag über Punk in der Schweiz gleich dreimal erwähnt werde – „Je einmal neben Marco Repetto als Herausgeber von Punk Rules und Sondernummer sowie als Herausgeber eines Buches mit dem Titel Wir waren Helden für einen Tag zusammen mit einem Hollow Skai … ,Und wer ist Hollow Skai? So heißt kein Mensch’, sagte Melinda.”
 

 

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