skaichannel

You're never too young to be a dirty old fan

Ein ernstes Wort an die Jugend


Vorbei die Zeiten, da ich es war, der neue Bands entdeckt und CDs von ihnen angeschleppt hat. Mittlerweile hat sich das Verhältnis total umgekehrt und ich bin meiner Tochter dankbar, wenn sie mich auf einen Act wie das Blues-Rock-Duo The Black Keys aufmerksam macht, das in den vergangenen zehn Jahren sieben Alben veröffentlicht hat, bislang aber spurlos an mir vorübergegangen war (obwohl ich jeden Monat den „Rolling Stone” und den „musikexpress” wenn schon nicht lese, dann wenigstens durchblättere). Weil eine Freundin meiner Tochter erkrankt war, ergatterte ich noch eine Karte für ihr Konzert am Freitagabend in der doofen Alsterdorfer Sporthalle. Im Vorprogramm nervte der Beatles-Verschnitt Portugal. The Man, und ich musste unwillkürlich an Bela Bs Forderung denken: Häng die Gitarre tiefer, wir wollen deinen Sack nicht sehen! Doch die Black Keys, ursprünglich ein Duo wie die White Stripes, heute aber zwischendurch auch zu viert auf der Bühne, haben die Halle gerockt, dass das Publikum schier aus dem Häuschen war — sich dann aber doch mit nur einer Zugabe begnügte, als das Deckenlicht anging.
Liebe Kinder, wenn ihr noch eine zweite Zugabe hören wollt, dürft ihr euch nicht gleich auf dem Absatz umdrehen, sobald jemand das Licht anschaltet! Wenn ihr lange genug johlt, schaltet das schon jemand wieder aus und die Band kommt noch mal raus. Also nächstes Mal bitte so lange schreien, bis es keiner mehr aushält, capito?!

Nachtrag: Bevor sich der Doktor beschwert, weil er mir schon 2008 ein paar Songs der Black Keys und erst im letzten Jahr Blakroc aufgenommen hat … Ich hab sie leider vorher immer ignoriert.

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